Über uns

Über uns

Saram (사람) bedeutet “Mensch”. Wir engagieren uns für Menschen in Nordkorea.

Systematische und weitreichende Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Zwangsarbeit, Folter, Mord, Versklavung, Sippenhaft und das Aushungern der eigenen Bevölkerung sind in Nordkorea an der Tagesordnung. Über 100.000 politische Gefangene leben in Arbeitslagern, die vom Vorsitzenden einer UN Untersuchungskommission als Konzentrationslager bezeichnet werden. Auf dem Welt-Pressefreiheits-Index rivalisiert Nordkorea mit Eritrea um den letzten Platz und das Nuklearprogramm lässt viele Nationen um die eigene Sicherheit fürchten und beschwört immer wieder Weltkriegsszenarien in den Medien herauf.

Die gute Nachricht zuerst: Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, dass Nordkorea einen Krieg beginnt. Es sei denn, man geht in Pjöngjang fest von einem unmittelbar bevorstehenden Angriff aus. Die schlechte Nachricht ist, dass es ebenso unwahrscheinlich ist, dass sich die verheerende Menschenrechtslage in Kürze zum Guten wendet, auch wenn sich kleine Fortschritte nach und nach etablieren.

Die Bundesrepublik Deutschland ist eines der Europäischen Länder, die diplomatische Beziehungen zu Nordkorea unterhalten und humanitäre Hilfe sowie Bildungsprogramme etabliert haben. Die gegenseitige Beziehung ist dabei im „internationalen Ranking“ relativ gut, die deutsche Wiedervereinigung wird von den Nordkoreanern bewundert und für das eigene, immer noch geteilte Land, herbeisehnt und die DDR hatte massive Aufbau- und Wirtschaftshilfe geleistet. Daher ist es wichtig, dass in Deutschland ein klares, redliches und detailliertes Bild von Nordkorea existiert, nur so kann der „gewisse Einfluss“ genutzt werden, um Schritte in die richtige Richtung zu initiieren.

Und da liegt ein weiteres Problem, seit Jahrzehnten profilieren sich dubiose „Experten“ als Nordkorea-Versteher, lassen sich in den Medien als „einzig wahre Kenner Nordkoreas“ betiteln und vermitteln ein Bild der Situation, dass dem Regime in Pjöngjang nicht ungelegen kommt, dem aber der Realitätsbezug völlig abgeht. Der Grund dafür ist die Art und Weise, mit diese „Experten“ Informationen erheben: Der selten naive Ansatz besteht darin, sich auf Einladung des Regimes in Pjöngjang potemkinsche Dörfer vorführen zu lassen und dies dann als seltenen, exklusiven Einblick zu verkaufen.

 

„Niemand kann jetzt noch sagen, wir hätten es nicht gewusst. Wir wissen es!“

Michael Kirby, Vorsitzender der UN Untersuchungskommission zu Nordkorea

 

In dieser Situation der Menschenrechtsverletzungen in und Fehlinformationen über Nordkorea sehen wir unsere (einzige!) Aufgabe – und eine große Chance für die Menschen in Nordkorea. Unsere Tätigkeiten lassen sich in vier Hauptaufgaben unterteilen:

  1. Internationale Zusammenarbeit für die Verbesserung der Menschenrechtslage in Nordkorea stärken, sowohl auf politischer Ebene als auch im bürgerlichen Engagement.
  2. Beschaffung und Verifizierung von redlichen Informationen aus und über Nordkorea. Hierfür lassen wir uns nicht vom Regime in Pjöngjang Theater vorspielen, sondern arbeiten mit zahlreichen Dissidenten aus Nordkorea zusammen.
  3. Verbreiten eines zutreffenden Nordkorea-Bildes in der Öffentlichkeit, u. A. durch Vorträge und Veranstaltungen, Informationsangebote an Medien und NGOs sowie Dialog mit Politik und Menschenrechtlern.
  4. Praktische Arbeit, z.B. Ermittlungen und Recherchen, ggfs. direkte Hilfe für Nordkoreaner in Drittländern. Es wird hoffentlich auf Verständnis stoßen, dass wir aus Sicherheitsgründen über diese Arbeit keine detaillierten Informationen auf unserer Website veröffentlichen können.

Wir sind eine vollkommen weltanschaulich und politisch neutrale Organisation, willkommen ist, wer keine menschenverachtenden, rassistischen, sexistischen oder demokratiefeindlichen Ideologien vertritt. Unser einziges Ziel besteht in der Verbesserung der Menschenrechtslage in Nordkorea bzw. von Nordkoreanern.